April 2022: Endlich mal wieder an Ostern nach Griechenland
Zum einen gab es endlich mal wieder 2 Wochen Osterferien für Ulrike und zum anderen ließen die aktuellen Corona-Einschränkungen eine Reise nach Griechenland wieder möglich werden. So reisten wir zum „Arbeitseinsatz“ zum Boot. Beinahe wäre schon der Start in der Pfalz missglückt, da ein sehr später Wintereinbruch mit viel Schnee zu einigen Autobahn- und Straßensperrungen führte. Wir kamen vor dem Winterchaos noch rechtzeitig weg und auch gut durch. Es blieb sogar noch genügend Zeit, um kurz vor Ancona einen Abstecher nach Ravenna zur Kathedrale „St. Apollinaris“ (wirklich – wie das Mineralwasser) zu machen.

Ulrike begrüßt die Bronze-Wasserbüffel vor der Kathedrale

Die Portalseite

und die „Rückseite“ mit der Apsis
In Ancona hatten wir nach dem Einchecken auch noch genügend Zeit, um endlich mal den historischen Stadtkern hoch oben über dem Hafen zu besuchen.

Auch hier gab es eine Skulptur zum Begrüßen

Ein „stadtliches“ Ensemble
Noch höher hinauf geht es zum Leuchtturm, ganz oben auf dem „Altstadthügel“.

Der alte „Faro“ – der neue ist eher ein Zweckbau …

Nochmal der alte Baubestand aus einer anderen Perspektive
Lorbeerbäum(ch)e(n) kennt man in unseren Breiten ja nur als Zierpflanzen in einem Topf, im Mittelmeerraum kommen sie als ausgewachsene Bäume mit bis zu 20m Höhe vor und standen bereits in voller Blüte.

Lorbeerblüte
So verbrachten wir die Zeit bis zum Boarding, was relativ gut verlief, bis wir endlich Richtung Griechenland ablegen konnten.

Bei der Ausfahrt aus dem Hafen – oben im Bild nochmal der „Altstadthügel“
In Griechenland angekommen, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Syvota (Mainland), in der Hoffnung hier schon einige geöffnete Souvenirläden vorzufinden – leider ohne Erfolg. Dafür fanden wir auf Anhieb einen hafennahen Parkplatz, der im Winter wohl als Pferdeweide dient.

Der Mitarbeiter des Grünflächenamtes bei der Arbeit
In Preveza konnten wir das Voranschreiten der Bauarbeiten am Stadtkai begutachten, hier geht es in den Endspurt.

Armierung und Versorgungsleitungen sind drin, die Schalung steht, fehlt nur noch der Beton
Die geplanten Arbeiten am Boot, vor allem das Schleifen des Unterwasserschiffes, nahmen eine völlig ungeplante Wendung. Maßgebend dafür sind 3 Erkenntnisse.
Nachdem ein Mitarbeiter der Werft unser Ruderlager gecheckt hatte, kamen wir zu dem Schluss, dass man das spätestens nach der Saison neu Lagern sollte!
Bei unserer Anfrage nach einem Rigg-Check von der Firma Waypoint wurden wir darauf hingewiesen, dass unser Rigg schlicht schon über jegliche „Garantiezeit“ hinaus sei!
Und wir beobachten ja auch schon länger die erneuten Haarrisse am Kiel!
In Anbetracht dieser „Beobachtungen“ kamen wir zum Entschluss, das Boot im Winter einer „Generalüberholung“ zu unterziehen. Dazu soll das gesamte alte Antifouling mittels Sandstrahlung entfernt werden, der Mast gelegt und die Wanten etc. erneuert werden sowie der Kiel nochmals herausgenommen, ebenfalls „saniert“ und wieder eingedichtet werden. Mit dieser Perspektive ist es schlich unnötig nun für diese Saison nochmals eine extra Schicht Antifouling aufzubringen.
So bestanden unsere wesentlichen Arbeiten aus Putzen und Polieren.

Ulrike auf dem Gerüst beim „Nachreiben“

Für das Polieren des Hecks haben wir extra ein Sonnensegel aufgebaut
Ebenso mussten noch einige andere Dinge organisiert werden, so mussten die Rettungswesten zum Check und der Lazybag zur Reparatur, beides nach Lefkas. Die direkte Verbindung von Akio über Agios Nikolaios nach Lefkas ist immer noch gesperrt, so blieb wieder nur der Umweg über Vonitsa. Die Gelegenheit nutzen wir zu einem Nachmittagskaffee in Vonitsa und konnten dort auch die Ausbauarbeiten an der Hafenmole bestaunen. Dort soll wohl auch eine Marina entstehen. Ebenso gab es ein gesunkenes Segelboot zu „bestaunen“. Gegen alle Erwartungen war das gesunkene Boot aber nicht eines der vielen dort schon seit Jahren festsitzenden „ready to sink“ Boote.

Immerhin gut gefendert
Zwischendurch bekamen wir in der Werft neue Nachbarn aus dem Saarland. Die Crew hatten wir schon bei unsere Ankunft in einem Lokal in Preveza kennen gelernt, nun wurde ihr Boot zum Servcie genau neben unserem aufgestellt. Wie klein die Welt immer mal wieder zu sein scheint.
Den (römisch katholischen) Ostersonntag nutzen wir für „echten“ Urlaub und besuchten (endlich) das Nikopolis-Museum und die Ausgrabungen selbst.

Reste der Stadtmauer und die Grundmauern einer Villa

Ein paar römische Säulen stehen noch heute
Am verregneten Ostermontag starteten wir mit dem Wagen zu einem Ausflug und kamen genau von der Ferienwohnung die 200m bis auf die Hauptstraße, bis uns ein sehr merkwürdiges Geräusch aufhorchen lies. Im nächsten Moment war auch die Batteriekontrollleuchte an und die Lenkung war sehr schwergängig. Svens direkte Diagnose: Zahnrippenriemen gerissen! Da der Wagen ja noch lief und die Kühlwasserpumpe vom Zahnriemen angetrieben wird konnten wir noch einen Dacia Händler aufsuchen, der uns zu einer Werkstatt schickte, dort wiederum wurden wir zu einem Autoteilehändler gelotst, wo wir dann tatsächlich den richten Riemen kaufen konnten. Nur ließ er sich mit dem im Auto verfügbaren Werkzeug nicht montieren. Also wieder zurück zur Werkstatt, das passende Werkzeug leihen und das Ding einbauen: FERTIG! ….FAST!…. nun wollte die Batterie nicht mehr mitspielen und der Motor sprang nicht mehr an. Auch hier konnte Werkstatt mit einem mobilen Starthilfegerät das Problem lösen. Super unkompliziert! Zum Glück ging das Ding hier in Griechenland und nicht in Deutschland auf der Autobahn über den Jordan.

Der Übeltäter – besser: dessen Reste
Morgen geht es dann hoffentlich wieder am Boot weiter; die LED-Leisten der Cockpit-Beleuchtung sollen in einem LED-Kanal eingebaut werden und die Batterien müssen noch geprüft werden, bevor wird das Boot wieder „einpacken“.
Den Dienstag waren wir dann auch fast ausschließlich mit der Montage der LED-Kanäle für die Cockpit-Beleuchtung beschäftigt: Alte LED-Bänder abziehen, Klebereste entfernen, Maß nehmen für den Kanal, den Kanal für die direkte Tischbeleuchtung an die Rundung der Steuersäule anpassen, Kanäle anschrauben und zum guten Schluss die LED-Bänder in die Kanäle einsetzen und die Kabelverbindungen anlöten.

Viel Arbeit – wenig sichtbare Ergebnisse
Dennoch hatten wir auch ein wenig Zeit für einen Strandspaziergang und zur „Inspektion“ des schon seit Jahren auf der Sandbank festliegenden Schiffskrans.

Am Strand mit Blick auf das Fahrwasser Richtung Westen

Ulrike prüft die Wassertemperatur
Zwischenzeitlich konnten wir noch den Lazybag und die Rettungswesten aus der „Wartung“ in Lefkas abholen. Die Arbeitstage am Boot waren dann nicht mehr so intensiv und schon von der Planung und Umsetzung der erneut verbesserten Abdeckung geprägt. So hatten wir mal wieder ein wenig Zeit für einen Bummel über den Stadtkai in Preveza.

Die neu betonierte Fläche wird von Tag zu Tag größer

Ein schöner Regenbogen bei typischem Aprilwetter

Ein dicker Hund (Lisa)
Am Donnerstag erreichte uns eine SMS, dass unsere Fähre anstatt am Freitag um 23:15 erst am Samstag um 02:00 abfahren sollte, dazu später mehr. Die Neuerungen an der Bootsabdeckung beschränkten sich auf den bisher immer schwer ordentlich abzudeckenden Heckbereich, hier haben wir zwei weitere Holzleisten in die Konstruktion eingefügt, damit die Abdeckung quasi zu einem Walmdach wird. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die verbesserte Abdeckung am Heck
Den Freitag über nutzen wir in erster Linie unsere Wohnung nochmals „intensiv“, mussten aber auch erneut am Auto Hand anlegen, der Riemen bestand mit lautem Pfeifen darauf, nochmals nachgespannt zu werden. Was wir mit im Baumarkt extra erstandenem Werkzeug auch bewerkstelligen konnten.

Das rote Haus mit unserer Wohnung
Am Abend begann dann die spannende Phase der Heimreise. Zum Glück waren wir früh genug nach Igoumenitsa zum Einchecken gefahren, denn dort erfuhren wir dann erst, dass nicht nur die Abfahrtszeit geändert wurde, sondern auch das Schiff, somit mussten wir das obligatorische PLF nochmals anpassen. Ebenso erfuhren wir, dass wir trotz der späteren Abfahrt vor Mitternacht in das Hafengelände einfahren sollten, da dieses nur bis eben kurz nach Mitternacht geöffnet sei!

Gegen Mittag am Samstag passieren wir Palagruza
Wegen der angekündigten verspätetet Ankunft in Ancona hatten wir uns entschieden in der Nähe von Parma nochmals zu übernachten. Da die Fähre aber erst gegen 4 Uhr endlich abgelegt hatte und wir erst gegen 20 Uhr am Samstag in Ancona wieder auf der Piste waren, hätten wir das Hotel beinahe nicht mehr vor dessen Schließung um 23 Uhr erreicht. Also war die gesamte Heimreise meist ein Wettlauf gegen die Zeit und das mit einem leicht kränkelnden Auto! Teile des Kühlwassers hatten sich einen Weg aus dem Kühlkreislauf heraus gesucht und mussten alle 200km ersetzt werden …
Oktober 2022: endlich auch mal wieder in der Nachsaison segeln!
Nachdem die Jungs Mitte September ihren Törn beendet und Silva gut vertäut in der Marina Lefkas abgestellt haben, steht endlich mal wieder ein Herbsttörn an. In der ersten Woche ist ein „Männertörn“ von Lefkas nach Korfu geplant, dann soll nach dem Crewwechsel der Rückweg als „Honeymoon“ in umgekehrter Richtung nach Preveza erfolgen.
Samstag, 8. Oktober bis Samstag 15. Oktober: Drei Mann in einem Boot
Nach einer perfekten Anreise (vom Flughafen-Shuttle durch Hermanns Bruder über den Flug bis zum Taxitransfer) kommen Sven und seine beiden Begleiter (Hermann, ein schon routinierter Mitsegler und Marc, ein begabter Neuling) am Samstagnachmittag in der Marina Lefkada an.

Taxi Scharia (c) by SWR3
Bei strahlendem Sonnenschein präsentiert sich die Stadt von ihrer besten Seite und die Verproviantierung, der Bootsputz und anstehende Ölwechsel sind schnell erledigt.

Klar zum Entern

Die Shopping-Boys
Zur Belohnung gibt es dann noch eine leckere Gyrosplatte und mit einem kurzen Stadtrundgang endet der erste Urlaubstag.

Marc muss als erster ran
Mit wenig Wind und viel Geduld segelt die Crew am Sonntag nach Preveza (drei Stunden Segelzeit!!), um einen ersten Zwischenstopp einzulegen. Auch hier steht wieder ein kurzer Stadtrundgang an und der Abend klingt in Tassos‘ „Mermaid“ bei einem gewohnt guten Essen aus.

Beim Afterglow in Preveza
Auch die nächsten beiden Tage sind wetter- und windtechnisch nicht viel besser.

Nun ist Hermann an der Reihe
Während am Montag noch ein Großteil der Strecke bis zur „Fanari Bay“ bei halbwegs gutem Wetter segelnd zurückgelegt werden kann, verschlechtert sich die Situation am Dienstag zunehmend.

Abends ist noch Badewetter
In die Bucht steht in der Nacht ein unangenehmer Schwell, doch den Anker aufzuholen und weiter zu segeln ist wegen des Sturmes und der immer wieder aufziehenden Regenschauer und Gewitter auch keine Option. Von „draußen“ kommen noch einige Boote an, um in der nach Süden noch relativ gut geschützten Bucht abzuwettern.

Die Leidensgenossen
Als am Abend endlich der Himmel aufreißt, unternehmen Sven, Hermann und Marc, um die Stimmung ein wenig zu heben, in einer Regenpause einen Landgang im Dinghi -„drei Mann in einem Boot“ im wahrsten Sinne des Wortes…

Die drei Mann in dem einen Boot
Rückseitenwetter und ein wenig Wind ist am Mittwoch angesagt und bringt die Crew nach Syvota. Am Schwimmsteg einer Taverna treffen die Drei einen alten Bekannten aus Preveza, Kostas, der einen Katamaran skippert…. Wie klein die Welt doch manchmal ist.

Anfahrt auf den Schwimmsteg

Die Bucht mit Steg
Auch in Syvota darf der obligatorische Stadtrundgang nicht fehlen, bevor – mit Aussicht auf das kommende Wetter wurde die Marina Mandraki in Korfu schon einen Tag früher gebucht- es weiter nach Norden geht. Noch immer spielt der Wind nur mäßig mit, aber die Drei nehmen es sportlich…. Die Mandraki-Marina ist ein Highlight jeden Törns.

Land (Korfu) in Sicht
Unterhalb der Burg gelegen bietet sie eine unvergleichliche Atmosphäre.

Die Marina vor der Burg von der Stadt aus gesehen
Zusätzlich richtet der Segelclub gerade eine internationale Regatta aus, sodass reges Treiben im quirligeren kleinen Hafen herrscht. Unsere Crew bekommt ihren Platz direkt vor dem Café zugewiesen…. Was will man mehr?

Blick von „oben“
Während für den Rest des Donnerstags noch bei relativ gutem Wetter „abgewettert“ werden kann, wird der Freitag mit dem Durchzug einer Schlechtwetterfront eher ungemütlich und der Stadtrundgang fällt nur kurz aus. Ein wenig entschädigt das Abschlussessen die Männercrew, bevor es für Marc und Hermann ans Kofferpacken geht….der Flieger der beiden startet am Samstagvormittag. Rückblickend war das Wetter eher suboptimal, doch die Jungs haben sich nicht abschrecken lassen und hoffen beim nächsten Törn auf bessere Bedingungen.
Samstag, 15.Oktober bis Samstag, 22. Oktober „Honeymoon“

Kaum an Bord das Ruder übernommen 🙂

und für Unterhaltung gesorgt

Der Spitze Fels ist wohl von der Wand abgebrochen und davor stehen geblieben

Letzte Sonnenstrahlen

Der fast leere Stadtkai

Nach und nach kommen aber noch mehr Boote an

Handy am Steuer – das wird teuer

Ein ganz schöner Klotz

Koronisia

Die Sonne versinkt hinter der Burg von Vonitsa

und die Burg in der Morgensonne

Nur zwei Camper am Strand

Die Gäste der Starndbar

Schönes Segelwetter

Genügend Platz am Anleger

wie süüüüß

Jollentraining mal anders, ohne Wind im Schlepp eines Dinghys
Sonntag 23.Oktober bis Sonntag, 29. Oktober Abtakeln und Heimreise

Ohne Segel – dafür mit viel „Wäsche“ zum Trocknen

Unser „tierischer Helfer“ in der Marina

I’m on the CATwalk

Die historische Steinbrücke von Arta (mit eigenem Museum)

…und die alte Platane im Café gegenüber

Eingang zur Zitadelle – die Schule liegt direkt nebenan….

Antiker Olivenbaum mit beinahe genau so alter Straßenlaterne

Bis wieder eine heult

Straßenmäharbeiten mal anders

Impressionen aus Montalbo

Das Motiv der Motive (für die Kamerafrau)

„Graffiti““ mal anders

Beim Morgenspaziergang
Nach dem obligatorischen Einkaufsstopp in Como haben wir uns für die Mittagspause am zweiten Reisetag Bellinzona mit seinen Burgen ausgesucht, denen wir einen kurzen Besuch abstatten, bevor wir uns auf die letze Etappe begeben (diesmal mit einer Passfahrt über den Gotthard-Pass, da der Stau vorm Tunnel doch zu nervig ist.

Burg mit Burg

Die „mittlere“ Burg

Und die ganz oben

…auf Fels gebaut